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Nur
aus gesunden, hochwertigen Trauben lässt sich auch guter Wein herstellen.
Denn:
Die Qualität des Weines entsteht im Weinberg!
Darum kontrollieren wir während der Lese ständig unsere Weinberge und
ernten ganz bewusst nach Gesundheitszustand und Reifegrad der Trauben.
Die Herstellung von Weißwein in unserem Betrieb:
Das Lesegut gelangt unmittelbar nach der Lese in die Kellerei.
Hier werden die Traubenbeeren von den Stielen abgebeert und leicht
angequetscht.
Die Stiele werden entfernt, um zu Verhindern, dass die „grünen
Geschmacksstoffe“ während der Maischestandzeit in den Saft übergehen.
Die nach dem Abbeeren erhaltene Maische wird nun über Nacht ruhen
gelassen:
Dies hat den Hintergrund, dass Aromastoffe aus den Beeren gelöst werden
und in den Saft übergehen.
Am nächsten Morgen wird die Maische dann abgepresst.
Hierbei erfolgt schonend die Trennung von Saft und den Trestern
(Beerenschalen und Kerne), die teilweise noch zu Tresterbrand in unserer
Brennerei weiterverarbeitet werden oder als Kompost wieder in den
Weinberg gelangen.
Der gewonnene Saft wird nun noch vorgeklärt ( filtriert ) bevor er zur
Gärung mit Hefe versetzt und in Edelstahltanks eingelagert wird.

Die alkoholische Gärung dauert in der Regel zwischen 2 bis 4 Wochen.
Hierbei wird von den Hefezellen in mehreren Schritten der traubeneigene
Zucker zu Alkohol (Ethanol) umgewandelt.
Um die Gärung zu verlangsamen und dadurch mehr Aroma im Wein zu erhalten,
können bei uns alle Tanks gekühlt werden.
Ist die Gärung abgeschlossen, sedimentiert die Hefe am Tankboden und der
darüber liegende, klare Wein wird abgestochen.
Jetzt erfolgt die Schwefelung als Oxidationsschutz.
Der Jungwein wird nun gelagert und nach 4- 6 Wochen noch einmal
abgestochen,
bevor er filtriert wird. Hier setzen wir auf modernste Technik: Der Wein
wird nur einmal filtriert und dabei in nur einem Arbeitsgang auf den
höchsten Klärgrad gebracht. Das schont das Produkt und bereitet Ihnen
mehr Trinkgenuss.
Nun werden die Weine gelagert, bis sie im Verkauf benötigt werden.
Die Abfüllung auf Flaschen erfolgt bei einem kompetenten Betrieb im
Nachbarort.
Hier werden die Flaschen auch gleich mit Etiketten versehen und können
nach bestandener Qualitätsweinprüfung direkt in den Verkauf gelangen.
Weißweine schmecken frisch, das heißt in den ersten 2- 3 Jahren am
besten.
Jung haben unsere Weißweine schöne frische und ausgeprägte Fruchtaromen
wovon sie sich beim Trinkvergnügen am besten selbst überzeugen.
Die Herstellung von Rotwein in unserem Betrieb:
Beim Rotwein ist die Farbe, wie der Name schon sagt, ein wichtiges
Kriterium.
Nicht alle von uns angebauten roten Traubensorten besitzen gleich viele
und vor allem gleich intensive Farbstoffe:
Wenig: Trollinger, Schwarzriesling
Mittel: Spätburgunder, Samtrot, Lemberger
Viele: Acolon, Dornfelder
Es ist also wichtig, ein Höchstmaß von ihnen zu erhalten und durch die
Verarbeitung in das Endprodukt zu überführen. Hierzu stehen 2 Verfahren
zur Verfügung:
Klassische Maischegärung:
Hierbei werden die Beeren von den Stielen getrennt, um keine
unerwünschten Geschmacksstoffe aus ihnen zu erhalten. Danach werden die
Beeren leicht angequetscht um eine Verflüssigung (Maische) zu erhalten.
Diese Maische wird dann in den Maischetank eingefüllt, Hefe zugegeben und
die alkoholische Gärung beginnt. Jetzt wandeln die Hefezellen den in den
Trauben vorhandenen Zucker über mehrere Schritte zu Alkohol (Ethanol) um.
Der entstehende Alkohol agiert hierbei als Lösungsmittel und lässt die in
den Beerenhäuten fixierten Farbstoffe in den Saft, beziehungsweise
Jungwein übergehen.
Dieser Vorgang dauert in der Regel 10- 14 Tage. Während dieser Zeit muss
der vom entstandenen CO2 hochgetriebene Tresterhut mehrmals täglich
untergetaucht werden, um die Beeren in Kontakt mit dem Saft zu halten.
Nach Beendigung der Gärung wird die Maische dann abgepresst und der
Jungwein wird in Edelstahltanks eingelagert.
Ab hier beginnt der gleiche Ausbau wie beim Weißwein.
Die durch das Maischegärverfahren gewonnenen Weine zeichnen sich durch
Würze, Dichte und langen Nachhall aus. Wir setzten diese Verfahren aus
Kapazitätsgründen momentan nur bei Trauben der Rebsorte Lemberger ein.
Thermisches Verfahren:
Hier werden die Traubenbeeren ebenfalls von den Stielen getrennt und
angequetscht.
Anschließend leitet man die Maische im Gegenstrom mit heißem Dampf durch
ein Doppelröhrensystem (außen Dampf, innen Maische) und erwärmt die
Maische hierbei auf ca. 50°C. Durch diese Temperatureinwirkung zerplatzen
die Zellen in den Traubenbeeren und geben den darin fixierten Farbstoff
an den Saft frei. Beim anschließenden Ruhen der Maische über Nacht, setzt
sich dieser Vorgang fort und die Maische kühlt langsam wieder ab.
Am nächsten Morgen wird dann abgepresst, der Saft wird vorgeklärt
(filtriert), mit Hefe versetzt und in Edelstahltanks zur Gärung
eingelagert.
Ab hier beginnt der gleiche Ausbau wie beim Weißwein.
Die so gewonnenen Rotweine bestechen durch ihre leichtere, fruchtige Art
und sind früher Trinkreif. |